Selbstverpflichtung

Eine internationale Konferenz durchführen und dabei die Umwelt geringstmöglich belasten? Dies ist unser Anliegen für die COY13. Wir wollen Klimaschutz und Nachhaltigkeit aktiv vorleben.

Die COY ist für uns wie die Reise auf den Gipfel eines Bergs. Auf dem Weg dorthin stellen sich uns viele Herausforderungen. Eine davon ist, die Konferenz nachhaltig zu gestalten. Wir widmen uns diesem wichtigen Thema mit vielfältigen Ansätzen.

Unter folgenden Rubriken könnt ihr euch informieren, welche Anstrengungen wir zur Reduzierung der Emissionen und Umweltbeeinträchtigungen unternehmen.

Rubrik 1 – Mobilität

COY13 – Eine Reise im Namen der Umwelt?

Uns allen liegt das Klima am Herzen. Die Anreise der Teilnehmer*innen sowie die Konferenz selbst verursacht Emissionen. Schadet die COY daher mehr als sie nützt? Wir finden nein. Der Austausch und die Vernetzung bei einem persönlichen Zusammentreffen wirken langfristig nach und bringen Synergie- und Multiplikatoreffekte auf unterschiedlichsten Ebenen. Die Stimmung einer Konferenz und das gegenseitige Kennenlernen ist über digitale Kanäle nur schwer möglich. Zudem ist die Konferenz eine große Chance, Aufmerksamkeit für unsere Ideen zu bekommen, dieses Potenzial möchten wir nutzen.

Teilnahme an Local COYs

Überall auf der Welt finden weitere COYs, sogenannte “Local COYs” statt. Hier siehst du, wo überall lokale COYs stattfinden und wie du daran teilnehmen kannst. Die Idee dahinter ist, Reisewege kurz zu halten und die Beteiligung und Unterstützung des COY-Gedanken, auch bei eingeschränkter Mobilität, an verschiedenen Orten der Welt gemeinsam demonstrieren zu können.

Wahl der Verkehrsmittel

Verkehrsmittel haben unterschiedliche Emissionen. Wenn jeder, im Rahmen seiner Möglichkeiten, das umweltfreundlichste Verkehrsmittel wählt, können wir zusammen einiges an Emissionen einsparen. Als Anreiz, das Auto stehen zu lassen, gelten für COY13 Teilnehmer vergünstigte Tarife bei Reisen mit der Bahn innerhalb Deutschlands. Außerdem könnt ihr euch in unserer Mitfahrzentrale zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. Infos dazu erhaltet ihr in unserer Facebookgruppe “Mobility to and from COY13” und im “Sustainability Guide”.

Kompensation von Flügen

Die Flüge unserer internationalen Teilnehmer werden den größten Anteil der Emissionen in der Gesamtbilanz der COY13 einnehmen. Sollte für dich allein die Anreise mit dem Flugzeug in Frage kommen, kannst dazu beitragen die negativen Auswirkungen deines Fluges zu mindern. Weiterführende Infos dazu erhältst du in unserem Sustainability-Guide.

Mobilität innerhalb von Bonn

Um auch innerhalb von Bonn möglichst emissionsarm unterwegs zu sein, ist es allen Teilnehmer möglich, Veranstaltungstickets für den öffentlichen Nahverkehr in Bonn zu kaufen. Weitere Infos zum öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn und Busse) und den Tickets (inklusive im 3-Day-Conference-Package) erhältst du mit dem Teilnehmer-Guide, der dir per Mail zugesandt wird.

Umfrage und Entwicklung

Uns interessiert, welche Verkehrsmittel ihr für eure An- und Abreise tatsächlich wählt, wer die Möglichkeit der Kompensation nutzt und inwieweit euch unsere Vorschläge zum Handeln bewegen. Dazu möchten wir bei der COY13 eine Umfrage mit euch machen! Bis dahin – eine gute Reise!

 Rubrik 2 – Veranstaltungsort, Unterbringung

Abfallmanagement

Müll ist nicht gleich Müll. In Deutschland unterscheiden wir nach unterschiedlichen Müllarten, etwa Papier, Verpackungs-, Rest- oder Biomüll. Die Trennung nach Müllarten erleichtert das Recycling der wiederverwendbaren Abfälle. Wir möchten bei der COY13 ein Vorbild in Sachen Müllmanagement sein. Dazu bedarf es der Mithilfe jedes Einzelnen. Bitte informiert euch im “Sustainability-Guide” darüber, wie ihr eure persönliche Müllmenge vor, während und nach der COY13 so gering wie möglich halten könnt und wie ihr die Abfälle möglichst umweltfreundlich entsorgt.

Energiemanagement

Auf Strom für Licht und elektrische Geräte, sowie auf Wärme produziert durch eine Ölheizung, werden wir bei der COY13 nicht verzichten können. Aufgrund der vorübergehenden Nutzung der Räumlichkeiten haben keinen Einfluss darauf, von welchem Anbieter der Strom während unseres Aufenthalts bezogen wird und wie die Heizungsanlage betrieben wird. Es ist uns lediglich möglich, durch unser Verhalten keine unnötige Energie zu verbrauchen. Konkrete Tipps und Anregungen zum Stromsparen, sowie Infos zu einer durchdachten Wärmeregulierung in den Gebäuden erhaltet ihr im “Sustainability-Guide” und an Info-Punkten während der Konferenz.

Wassermanagement

Wasser ist unser täglicher und ständiger Begleiter. Mal offensichtlich z.B. in Form von Leitungswasser, meist weniger offensichtlich z.B. versteckt in Produktionsprozesse. Weil es sich bei Wasser um ein wertvolles Lebensmittel handelt, das leider nicht überall in der Welt so leicht zugänglich und überall verfügbar ist wie in Deutschland, möchten wir während der COY13 für dieses Thema sensibilisieren und den bewussteren Umgang mit Wasser fördern. Konkrete Hinweise findet ihr in unserem “Sustainability-Guide” und an Info-Punkten auf dem COY-Gelände.

Gefahrenstoffmanagement

Im Rahmen der COY13 kann auf die Nutzung gewisser Gefahrstoffe nicht verzichtet werden. Beispielsweise zum Betrieb der Heizanlage und dem Antrieb von Notstromaggregaten und Transportfahrzeugen. Auch bei der Küchenarbeit und der Reinigung können gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe zum Einsatz kommen. Um Unfälle vorzubeugen, werden nur solche Personen mit den notwendigen Aufgaben betraut werden, die in den Umgang mit den jeweiligen Gefahrstoffen eingewiesen sind.

Unterbringung der Teilnehmer

Die Unterbringung aller Teilnehmer gehört zu den größten Herausforderungen im Rahmen der COY13-Organisation. Die große Anzahl der benötigten Schlafplätze verhindert, dass eine Auswahl der Unterkünfte unter Nachhaltigkeitsaspekten erfolgen kann. In den meisten Fällen handelt es sich um Gemeinschaftsunterkünfte mit dem notwendigsten Komfort. Ausschlaggebendes Kriterium für die Auswahl ist die Fahrentfernung der jeweiligen Unterkünfte zum COY13-Gelände. Eine Reisezeit von maximal 1 Std ist angestrebt. Nahe Objekte sind bevorzugt, um den Fahraufwand so gering wie möglich zu halten. Durch welches Verhalten ihr euren Aufenthalt in den Unterkünften möglichst umweltfreundlich gestalten könnt, erfahrt ihr im “Sustainability-Guide”.

Rubrik 3 – Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit

Ein hoch auf die digitalen Medien! Sowohl die Planung und Organisation der COY13, als auch die Kommunikation im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit findet fast ausschließlich papierfrei statt. Die Vernetzung via Internet hat den Vorteil, dass Reise- und Lieferwege auf das Notwendigste beschränkt bleiben. Die meisten Planungsprozesse können über digitale Kommunikationsplattformen abgewickelt werden. Die Nutzung elektronischer Geräte, des Internets, sowie die Speicherung von Daten in Clouds bedingt einen gewissen Energieaufwand. Dieser ist jedoch schwierig zu berechnen und vergleichsweise gering.

Rubrik 4 – Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen

Folgende Kriterien wurden zur Entscheidungsfindung herangezogen:

  • ”Wir beschaffen gar nichts” feat. “möglichst geringer Ressourcenverbrauch”
  • Leihen vor Kaufen!
  • Wiederverwendung vor Neuprodukten
  • Recyclingmaterialien
  • Möglichst biologische Produktion
  • Möglichst faire Produktionsbedingungen
  • Möglichst transparente Produktionsabläufe
  • Ist eine Weiterverwendung der zu beschaffenden Produkte gesichert?
  • Sind die anfallenden Reststoffe recyclebar?

Vorgehen: Diskussionen und Abstimmungen auf Grundlage von Pro-Contra-Tabellen.

Beispiele für Beschaffungen: T-Shirts, Badges, EDV Hardware, Trinkbecher, Lanyards, Printmedien, Büromaterial,…

Rubrik 5 – Verpflegung, Catering

Die Essensgewohnheiten auf der Grundlage von Umweltaspekten umzustellen, ist eine der verbreitetsten Möglichkeiten umweltfreundlicher zu leben. Natürlich haben wir dieses Thema bei der Organisation des Caterings sowie beim Verpflegungskonzept der COY13 beachtet. Die folgenden Maßnahmen zielen darauf ab, den ökologischen Fußabdruck im Bereich der Lebensmittel so gering wie möglich zu halten.

  • Vegane Lebensmittel
  • Regionale und saisonale Erzeugung (um lange Transportwege und Kühlketten zu vermeiden)
  • Faire Produktion und Handel
  • Reduktion von Verpackungsmüll
  • Kooperation mit “Foodsharing”

Rubrik 6 – Umweltbildung während der COY

Mit unserem “Sustainability-Guide” wollen wir allen Teilnehmern und Akteuren einen Leitfaden an die Hand geben, mit dem sie ihr persönliches Verhalten vor, während und nach der COY13 möglichst umwelt- und klimafreundlich gestalten können. Außerdem wollen wir mit Impulsen und Info-Punkten auf dem COY-Gelände Anreize schaffen die guten Vorsätze direkt in die Tat umzusetzen.

Rubrik 7 – Der Ökologische Fußabdruck

Frei nach dem Motto “Wo gehobelt wird, fallen Späne”, lassen sich unter den gegeben Umständen Umweltbeeinträchtigungen nicht vermeiden. Um ein Bild von den anfallenden Emissionen zu bekommen,  haben wir uns dafür entschieden, den ökologischen Fußabdruck der COY13 zu kalkulieren. Aktuell arbeitet das “Carbon-Footprint-Team” an einer Voraus-Kalkulation der Emissionen in den genannten Rubriken. Das Ergebnis der Erhebung soll anschließend veröffentlicht werden. Ebenso könnte der ökologische Fußabdruck im Folgenden Grundlage für Kompensationsmaßnahmen sein.

Aufruf zu Anregungen

Habt ihr weitere Ideen, wie die COY umweltfreundlicher gestaltet werden kann? Bitte teilt sie uns mit. Anregungen dürft ihr uns gerne über das Kontaktformular zuschicken. Natürlich freuen wir uns auch darauf, während der COY13 hierzu mit euch ins Gespräch zu kommen.